Dienstag, 1. April 2014

Berücksichtigung von Namensänderungen in beglaubigten Übersetzungen Polnisch-Deutsch

Was passiert mit polnischen Namen auf Übersetzungen von polnischen Urkunden in die deutsche Sprache?
Für alle, die zwar in Deutschland leben, aber immer noch die polnische Staatsbürgerschaft haben, gilt: Vornamen, Nachnamen, Städtenamen bleiben unverändert und werden nicht übersetzt! Ein Henryk bleibt also weiterhin Henryk und wird nicht zum Heinrich. Sein Geburtsort bleibt Warszawa oder Kraków und nicht Warschau oder Krakau.

Anders verhält es sich im Falle von in Polen geborenen Menschen deutscher Herkunft (z.B. aus Schlesien, Pommern oder Ostpreußen), die nach Deutschland umsiedelten und deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. Für diese Personen wurden in der Regel direkt nach der Einreise in Deutschland amtliche Namensänderungen oder Angleichungen vorgenommen. Im deutschen Personalausweis dieser Personen stehen also alle Vornamen, Nachnamen und Städtenamen in der Regel in ihrer deutschen Schreibweise.

Soweit so gut.

Problematisch kann es aber werden, wenn man etwas Amtliches erledigen möchte und dazu beispielseweise eine Geburtsurkunde (oder Heiratsurkunde oder jedes beliebige polnische Dokument, in welchem der Name dieser Person vermerkt ist) benötigt. Man nimmt also seine polnische Geburtsurkunde mit und legt sie dem Beamten vor, doch auf einmal stellt sich heraus dass z.B. Herr Heinrich Schmoller in Polen Henryk Szmoler hieß.
Der Beamte schaltet in der Regel auf stur, denn für ihn sind das - verständlicherweise - zwei völlig unterschiedliche Namen!

Ein vereidigter Übersetzer kann da aber geschickt Abhilfe schaffen: mit Fußnoten an entsprechenden Stellen der beglaubigten Übersetzung einer polnischen Geburtsurkunde ins Deutsche werden alle Unterschiede in der alten polnischen und neuen deutschen Schreibweise erläutert, damit die Diskrepanz zwischen dem Inhalt der Originalurkunde und der neuen Schreibweise für jeden Beamten verständlich wird. Auch die deutsche Schreibweise von Städtenamen wird in den Fußnoten vermerkt und somit alle Unterschiede erläutert. Eventuell können auch Quellen wie Registerscheine oder Urkunden zur Namensänderung in den Fußnoten vermerkt werden. Eine solche Übersetzung ist dann amtlich wasserdicht. Jedes amtliche Anliegen lässt sich damit schnell und unkompliziert erledigen.

Und dann gibt es natürlich noch Menschen, die zwar keine deutsche Herkunft haben, aber dennoch deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Hier muss einfach auf die individuellen Verhältnisse geachtet werden. Bevor ich also mit einer Übersetzung beginne, frage ich meine Kunden genau nach allen Optionen, damit die Übersetzung ihrer Unterlagen einwandfrei ist und ohne jegliche Probleme an jedem deutschen Amt vorgelegt werden kann.

Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Urkundenübersetzung haben, schreiben Sie mir einfach oder rufen Sie mich an - gern nehme ich auch Ihre Urkunde unter die Lupe.

KONTAKT:

Anna Janas, M.A. - vereidigte Übersetzerin der polnischen Sprache
info@lingua74.de
www.lingua74.de
Tel. 0561 - 475 86 91

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